1. Die PCOS-Diät ist elementar

Ihre Ernährung und Ihr Körpergewicht spielen eine Schlüsselrolle bei der Behandlung von PCOS – denn Studien haben ergeben, dass überschüssiges Körperfett viele PCOS-Symptome verschlimmern kann. PCOS kann eine übermäßige Gewichtszunahme begünstigen und die Gewichtsabnahme erschweren. Viele PCOS-Patienten haben jedoch festgestellt, dass eine Reduzierung der Kohlenhydratzufuhr bei gleichzeitiger Erhöhung des Proteingehalts ihnen hilft, Gewicht zu verlieren und ihre Insulinresistenz zu verbessern. Das bedeutet nicht, dass Sie zu wenig Kohlenhydrate zu sich nehmen sollten, da dies die Menge an Stresshormonen im Körper erhöhen kann. Stattdessen ist es besser, eine ausgewogene Ernährung mit einer moderaten Menge an Kohlenhydraten zu essen.
Bestimmte Nährstoffe können dazu beitragen, die Hormonproduktion bei Frauen mit PCOS auszugleichen. Dazu gehören das in grünem Blattgemüse enthaltene Vitamin B und die Omega-3-Fettsäuren, die in fettem Fisch und Leinsamen reichlich enthalten sind. Der Verzehr von viel Gemüse wie Spinat ist für PCOS-Patientinnen sehr empfehlenswert, denn es ist nicht nur kalorienarm, sondern enthält auch viel Vitamin B, das etwa 80% der Frauen mit PCOS fehlt. Da ein Mangel an Vitamin B mit PCOS-Symptomen wie Unfruchtbarkeit und Insulinresistenz in Verbindung gebracht wird, kann der Verzehr von Lebensmitteln, die reich an diesem Nährstoff sind, zur Linderung der Symptome beitragen.
Wenn es um Eiweiß geht, entscheiden Sie sich am besten für biologisches, grasgefüttertes Fleisch, das mager ist. Das hilft nicht nur, den Fettgehalt Ihres Fleisches zu reduzieren, sondern senkt auch die Hormonwerte, die Sie zu sich nehmen. Tiere, die nicht biologisch gezüchtet werden, werden mit mehr Hormonen gefüttert – und wenn wir Menschen ihr Fleisch essen, nehmen wir diese Hormone auf, was sich auf unseren eigenen Spiegel auswirken kann. Um Ihren Blutzuckerspiegel stabil zu halten, sollten Sie in regelmäßigen Abständen von 4-6 Stunden mindestens 100 g mageres Eiweiß pro Tag zu sich nehmen.
Wenn Sie an einem polyzystischen Ovarialsyndrom leiden, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie genügend Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen, insbesondere wenn Sie Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden. Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren kann zu Unfruchtbarkeit oder zur Unfähigkeit, eine Schwangerschaft aufrechtzuerhalten, führen. Sie können Ihre Zufuhr jedoch erhöhen, indem Sie wöchentlich Leinsamen und mindestens 2 Portionen fetten Fisch wie Lachs verzehren.
Die beste Ernährung für die Behandlung von PCOS ist eine ursprüngliche Ernährung, die reich an Proteinen, komplexen Kohlenhydraten und etwas Milchprodukten ist. Entzündungshemmende Nährstoffe sind ebenfalls wichtig, da viele Menschen mit PCOS auch unter chronischen Entzündungen leiden, von denen einige Experten vermuten, dass sie zur Entstehung der Krankheit beitragen können. Einfache Zucker, wie sie in Limonaden oder Junk Food enthalten sind, erhöhen die Entzündungswerte, während komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und nicht stärkehaltiges Gemüse wie Brunnenkresse helfen können, die Werte zu senken.
Auch die Fette, die Sie zu sich nehmen, sind entscheidend, denn gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren tragen ebenfalls zu höheren Entzündungswerten bei. Tauschen Sie ungesunde gesättigte Fette gegen einfach und mehrfach ungesättigte Alternativen aus, die vor allem in Nüssen und fettem Fisch wie Sardinen und Makrelen sowie in Ölen wie Oliven- und Distelöl enthalten sind.











